Metainformationen zur Seite
  •  

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Beide Seiten der vorigen RevisionVorhergehende Überarbeitung
Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Überarbeitung
chemie:equilibrium:equilibrium [2026/02/04 14:02] – [Übertragung auf einen einfachen chemischen Prozess] technikchemie:equilibrium:equilibrium [2026/02/09 10:37] (aktuell) – [Übertragung auf einen einfachen chemischen Prozess] technik
Zeile 5: Zeile 5:
 Du kennst das Wort "Gleichgewicht" aus dem Alltag eher als **statischen Zustand**. Wenn man z.B. sich so auf einer Wippe positioniert, dass diese sich nicht mehr bewegt, befindet sich die Wippe im Gleichgewicht. Wenn du ruhig auf einem Balken stehst, befindest du dich im Gleichgewicht.  Du kennst das Wort "Gleichgewicht" aus dem Alltag eher als **statischen Zustand**. Wenn man z.B. sich so auf einer Wippe positioniert, dass diese sich nicht mehr bewegt, befindet sich die Wippe im Gleichgewicht. Wenn du ruhig auf einem Balken stehst, befindest du dich im Gleichgewicht. 
  
-Bei chemischen Reaktionen gibt es ebenfalls Gleichgewichtszustände, die sich aber erheblich von dem Alltagserleben eines Gleichgewichtes unterscheiden. Man kann einfache Spiele durchführen, um die Natur eines chemischen Gleichgwewichts zu modellieren.+Bei chemischen Reaktionen gibt es ebenfalls Gleichgewichtszustände, die sich aber erheblich von dem Alltagserleben eines Gleichgewichtes unterscheiden. Man kann einfache Spiele durchführen, um die Natur eines chemischen Gleichgewichts zu modellieren.
  
 ==== Modellversuch zum dynamischen Gleichgewicht ==== ==== Modellversuch zum dynamischen Gleichgewicht ====
Zeile 22: Zeile 22:
 |  90  |  12  |  13  | |  90  |  12  |  13  |
 |  105  |  11  |  14  | |  105  |  11  |  14  |
-|  120 |  9  |  16  |+|  120  |  9  |  16  |
 |  135  |  13  |  12  | |  135  |  13  |  12  |
 |  150  |  8  |  17  | |  150  |  8  |  17  |
Zeile 39: Zeile 39:
 $$H_{2(g)} + I_{2(g)} \longrightarrow 2HI_{(g)}; \Delta H_R^0 = -10kJ/mol $$ $$H_{2(g)} + I_{2(g)} \longrightarrow 2HI_{(g)}; \Delta H_R^0 = -10kJ/mol $$
  
-   +Man findet im Gefäß jedoch auch nach langer Zeit noch freies Iod und freien Wasserstoff.  
 + 
 +Die naheliegendste Erklärung wäre, dass schlicht nicht alle Iod- und Wasserstoffmoleküle miteinander reagieren, sondern nur ein Teil. Dabei gibt es jedoch Probleme: 
 +  - Wie entscheidet sich, welches Molekül reagiert und welches nicht? 
 +  - Oder etwas formaler: Statistisch besitzt jedes Molekül irgendwann die notwendige Geschwindigkeit und den notwendigen Winkel für eine Reaktion bei einer bestimmten Temperatur. Wie können den einzelne Moleküle "übrigbleiben"? 
 + 
 +Eine weitere Erklärung besteht in der Annahme, dass eine Rückreaktion stattfindet: 
 + 
 +$$ 2HI_{(g)} \longrightarrow H_{2(g)} + I_{2(g)}; \Delta H_R^0 = 10kJ/mol $$ 
 + 
 +Iodwasserstoffteilchen entstehen, können aber auch wieder in die Elemente zerfallen. Beide Reaktionen laufen gleichzeitig ab, wobei die Konzentrationen der einzelnen Stoffe (bzw. in der Gasphase wie hier die Partialdrücke) irgendwann konstant bleiben. Man drückt durch einen Gleichgewichtspfeil $\rightleftharpoons$ aus, dass es bei einer chemischen Reaktionen Hin- und Rückreaktionen gibt: 
 + 
 +$$H_{2(g)} + I_{2(g)} \rightleftharpoons 2HI_{(g)}; \Delta H_R^0 = -10kJ/mol $$ 
 + 
 +=== Übertragung auf das Modellspiel === 
 +Die Mädchen "werfen" die Edukte (Tennisbälle) ins Feld der Jungen, in dem sie zu den Produkten werden. Aus Sicht der Jungen sind die Produkte die Edukte, die zurück ins Feld der Mädchen geworfen werden, in dem sie wieder zu den Ausgangstoffen reagieren. Die Anzahl der Edukte/Produkte je Feld ändert sich im zeitlichen Mittel nicht, sondern strebt einem konstanten Wert zu. Die Bewegung der Spieler:innen ist eine Analogie zur Temperatur, die letztlich ja auch als ein Maß für Teilchenbewegung betrachtet werden kann. 
 ==== Das Stickstoffdioxid/Distickstofftetraoxidgleichgewicht ==== ==== Das Stickstoffdioxid/Distickstofftetraoxidgleichgewicht ====