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| chemie:equilibrium:equilibrium [2026/02/04 13:51] – [Modellversuch] technik | chemie:equilibrium:equilibrium [2026/02/09 10:37] (aktuell) – [Übertragung auf einen einfachen chemischen Prozess] technik | ||
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| Du kennst das Wort " | Du kennst das Wort " | ||
| - | Bei chemischen Reaktionen gibt es ebenfalls Gleichgewichtszustände, | + | Bei chemischen Reaktionen gibt es ebenfalls Gleichgewichtszustände, |
| - | ==== Modellversuch ==== | + | ==== Modellversuch |
| Eine Schulklasse wird in zwei Gruppen eingeteilt, z.B. Mädchen und Jungen. Alle müssen zur betreffenden Unterrichtsstunde einen Tennisball mitbringen. Danach benötigt man ein einfaches Spielfeld, wie es auf jedem Tartanplatz vorhanden ist, es reicht auch ein breiter Flur mit drei Linien: | Eine Schulklasse wird in zwei Gruppen eingeteilt, z.B. Mädchen und Jungen. Alle müssen zur betreffenden Unterrichtsstunde einen Tennisball mitbringen. Danach benötigt man ein einfaches Spielfeld, wie es auf jedem Tartanplatz vorhanden ist, es reicht auch ein breiter Flur mit drei Linien: | ||
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| | 90 | 12 | 13 | | | 90 | 12 | 13 | | ||
| | 105 | 11 | 14 | | | 105 | 11 | 14 | | ||
| - | | 120 | 9 | 16 | | + | | 120 | 9 | 16 | |
| | 135 | 13 | 12 | | | 135 | 13 | 12 | | ||
| | 150 | 8 | 17 | | | 150 | 8 | 17 | | ||
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| | 180 | 11 | 14 | | | 180 | 11 | 14 | | ||
| | **Mittelwerte: | | **Mittelwerte: | ||
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| + | Erwartungsgemäß haben die Mädchen aufgrund ihrer Anzahl eine bessere Chance, ihr Feld „sauber“ zu halten. Wenn auch die Momentaufnahme durchaus unterschiedliche Verteilungen zeigen kann, pendelt sich in dem Zeitfenster t=180s eine konstante, gemittelte Verteilung ein - wenn man annimmt, dass sich während des Spiels die Spieltaktik nicht ändert. | ||
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| + | Das ist umso erstaunlicher, | ||
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| + | ==== Übertragung auf einen einfachen chemischen Prozess ==== | ||
| + | Iod $I_{2(g)}$ und Wasserstoff $H_{2(g)}$ reagieren in einem abgeschlossen Gefäß in einer schwach exothermen Reaktion zu Iodwasserstoff $HI_{(g)}$. | ||
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| + | $$H_{2(g)} + I_{2(g)} \longrightarrow 2HI_{(g)}; \Delta H_R^0 = -10kJ/mol $$ | ||
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| + | Man findet im Gefäß jedoch auch nach langer Zeit noch freies Iod und freien Wasserstoff. | ||
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| + | Die naheliegendste Erklärung wäre, dass schlicht nicht alle Iod- und Wasserstoffmoleküle miteinander reagieren, sondern nur ein Teil. Dabei gibt es jedoch Probleme: | ||
| + | - Wie entscheidet sich, welches Molekül reagiert und welches nicht? | ||
| + | - Oder etwas formaler: Statistisch besitzt jedes Molekül irgendwann die notwendige Geschwindigkeit und den notwendigen Winkel für eine Reaktion bei einer bestimmten Temperatur. Wie können den einzelne Moleküle " | ||
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| + | Eine weitere Erklärung besteht in der Annahme, dass eine Rückreaktion stattfindet: | ||
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| + | $$ 2HI_{(g)} \longrightarrow H_{2(g)} + I_{2(g)}; \Delta H_R^0 = 10kJ/mol $$ | ||
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| + | Iodwasserstoffteilchen entstehen, können aber auch wieder in die Elemente zerfallen. Beide Reaktionen laufen gleichzeitig ab, wobei die Konzentrationen der einzelnen Stoffe (bzw. in der Gasphase wie hier die Partialdrücke) irgendwann konstant bleiben. Man drückt durch einen Gleichgewichtspfeil $\rightleftharpoons$ aus, dass es bei einer chemischen Reaktionen Hin- und Rückreaktionen gibt: | ||
| + | |||
| + | $$H_{2(g)} + I_{2(g)} \rightleftharpoons 2HI_{(g)}; \Delta H_R^0 = -10kJ/mol $$ | ||
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| + | === Übertragung auf das Modellspiel === | ||
| + | Die Mädchen " | ||
| ==== Das Stickstoffdioxid/ | ==== Das Stickstoffdioxid/ | ||