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Seminarfach
Fragebogen erstellen
Fragen formulieren nach Rolf Porst((Porst, Rolf, „Question Wording – Zur Formulierung von Fragebogen-Fragen“, Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen, Mannheim))
- Du sollst einfache, unzweideutige Begriffe verwenden, die von allen Befragten in gleicher Weise verstanden werden!
- Du sollst lange und komplexe Fragen vermeiden!
- Du sollst hypothetische Fragen vermeiden!
- Du sollst doppelte Stimuli und Verneinungen vermeiden!
- Du sollst Unterstellungen und suggestive Fragen vermeiden!
- Du sollst Fragen vermeiden, die auf Informationen abzielen, über die viele Befragte mutmaßlich nicht verfügen!
- Du sollst Fragen mit eindeutigem zeitlichen Bezug verwenden!
- Du sollst Antwortkategorien verwenden, die erschöpfend und disjunkt (überschneidungsfrei) sind!
- Du sollst sicherstellen, dass der Kontext einer Frage sich nicht auf deren Beantwortung auswirkt!
- Du sollst unklare Begriffe definieren!
Zitieren und Bibliografieren
Für das Erstellen dieser Seite wurde Teile aus diesem Dokument übernommen.
Du findest im Internet unterschiedliche Techniken zum korrekten Zitieren. Ich stelle dir für deine Facharbeit eine mögliche Strategie vor. Ich wähle diese Strategie, weil sie den Lesefluss am wenigsten stört. Du wirst - falls du studierst - später mit Dozenten und Fachbereichen konfrontiert sein, die andere Maßstäbe an das Zitieren stellen.
Eine einmal gewählte Strategie beibehalten
Wenn du dich für ein Zitierverfahren entschieden hast, musst du dieses in der gesamten Facharbeit beibehalten. Abweichungen von einer einmal gewählten Technik werden dir als Defizit angerechnet.
Textgeneratoren "ChatGPT"
Bitte beachte dabei, dass Textgeneratoren ihre Zitiertechnik zufällig wählen, du also in den Anweisungen die von dir verwendete Zitiertechnik klar anfordern musst. Textgeneratoren neigen darüberhinaus dazu, Quellen zu erfinden. Gleichzeitig ist es sehr einfach, einen bestehenden Text mit Hilfe von Textgeneratoren zu überprüfen - z.B. auf formale Merkmale oder ob alle Quellen auch Teil der Literaturverzeichnisses sind oder überhaupt existieren.
Das Literaturverzeichnis
Am Ende deiner Facharbeit steht ein Literaturverzeichnis. Es enthält sämtliche von dir verwendete Literatur, die du nach dem Nachnamen des jeweiligen Verfassers / der jeweiligen Verfasserin alphabetisch sortierst. Hier einige konkrete Beispiele zu unterschiedliche Arten von Literatur:
Monographie (Werk eines einzelnen Autors)
Autor (Nachname, Vorname/Vornamenskürzel), Jahr, Titel, Ort: Verlag
Monographie in einer Reihe (Eine Autor hat eine Reihe verfasst)
Autor (Nachname, Vorname/Vornamenskürzel), Jahr, Titel, Reihe und Bandnummer, Ort: Verlag
Beitrag in einem Sammelwerk
Autor (Nachname, Vorname/Vornamenskürzel), Jahr, Beitragstitel, in: Herausgeber (Nachname, Vorname/Vornamenskürzel) (Hrsg.18), Titel des Sammelwerkes, Ort: Verlag, Seiten- oder Spaltenzahl
Aufsatz in einer Zeitschrift
Autor (Nachname, Vorname/Vornamenskürzel), Jahr, Beitragstitel, in: Zeitschrift und Bandzahl, Seiten- oder Spaltenzahl
Stichwort in einem Lexikon
Autor (Nachname, Vorname/Vornamenskürzel), Jahr, Stichwort, in: Name des Lexikons, Ort: Verlag, Seiten- oder Spaltenzahl.
Internetquelle
Internetquelle: Name der Webseite, Internetpfad [Stand: Zugriffsdatum]
Internetquellen
Internetquelle ist nicht Internetquelle. Wenn du in deiner Facharbeit nur Webseiten zitierst, entspricht das nicht wissenschaftlichen Standards. Es sind aber sehr viele Studien und Primärquellen über das Internet zugänglich - etwa von Bibliotheken oder auf Portalen wie Scihub. Diese zitierst du natürlich nicht mit einem Link, sondern mit den dort vorhandenen bibliographischen Angaben!
Beispiele
- Abkürzungsverzeichnis Uni Basel, https://aegyptologie.unibas.ch/fileadmin/aegypt/user_upload/redaktion/PDF/sinuhebibliographie/abkuerz.pdf. [Stand: 14.01.16].
- Behmel, A. 2005, Erfolgreich im Studium der Geisteswissenschaften, UTB 2660, Tübingen & Basel: A. Francke.
- Junge, Friedrich, 2005 Late Egyptian Grammar. An Introduction, übersetzt von David Warburton, Oxford: Griffith Institute.
Zitieren
Wann immer Konzepte oder Passagen im Wortlaut oder dem Sinn nach anderen Werken und Quellen entnommen wurden, muss dies durch Belege kenntlich gemacht werden. Ziel ist es, dass Gedanken Dritter auch als solche klar ersichtlich und nicht als die eigenen ausgegeben werden.
Es gibt dabei drei Stufen:
- Paraphrase: Du fasst die Gedanken des Dritten mit eigenen Worten sinnerhaltend zusammen. Damit passen Sie in die Grammatik deines Textes und stören den Lesefluss wenig.
- Direktes Zitat: Du übernimmst Teile oder Fragmente eines fremden Textes unverändert in deinen und kennzeichnest das durch doppelte Anführungszeichen.
- Angepasstes Zitat: Du übernimmst Teile oder Fragmente eines fremden Textes verändert in deinen und machst zusätzlich die Änderungen sichtbar.
Beispiel für eine Paraphrase:
Ein dauerhafter Frieden ist nach Ansicht des anerkannten Militärexperten Guido Fallersleben nicht möglich ohne umfanreiche Gebietsabtretungen auf Seiten der Ukraine 1).
Beispiel für ein direktes Zitat:
Julius Cäsars berühmtestes Zitat „veni, vidi, vici“ 2) zeugt bis heute von seiner imperalistischen Denkweise.
Beispiel für ein angepasstes Zitat:
Aufgrund der „fehlende[n] Ausweisung von Quellen gilt [das Manuskript] als Plagiat.“ 3)
In jedem der Fälle setzt du eine Fußnote. Verwendest du einen Sekundärtext erstmalig, enthält die Fußnote die gleichen bibliographischen Angaben wie im Literaturverzeichnis und zusätzlich die genaue Seitenzahl der Fundstelle.
⇒ Behmel, A. 2005, Erfolgreich im Studium der Geisteswissenschaften, UTB 2660, Tübingen & Basel: A. Francke, S.127
Wenn du die gleiche Quelle erneut verwendest, reicht der Autorenname und die Seitenangabe:
⇒ vgl. Behmel, S.127
„Im traditionellen Zitiersystem werden Fußnoten verwendet, indem Zahlen in den Text eingefügt werden, um auf entsprechende Ausführungen (Anmerkungen, Beispiele, Erklärungen, weiterführende Kommentare, Zitate und vor allem Quellen) am Fuß jeder Seite zu verweisen. Jede Aussage, die für das in einem wissenschaftlichen Text behandelte Thema maßgebliche Informationen trägt, sollte mit einer Fußnote versehen werden, die dem Nachvollzug der Aussage dient. Die Fußnote steht am Ende eines Satzes nach dem schließenden Satzzeichen, wenn sie sich auf den gesamten Satz bezieht. Wird die Aussage in mehreren Sätzen wiedergegeben, dann steht die Fußnote am Ende des letzten Satzes. Fußnoten, die sich auf bestimmte Begriffe oder Ausdrücke beziehen, stehen direkt hinter dem Begriff bzw. direkt hinter dem letzten Wort des Ausdrucks. Auf jede Verwendung der Anführungszeichen („…“) folgt zwangsläufig eine Fußnote, denn in der Regel wird es sich um ein wörtliches Zitat handeln oder um ein erklärungsbedürftiges Wort.“ 4)
Einführung in die (Online-)Textverarbeitung
Warum GoogleDocs?
- GoogleDocs ist eine Textverarbeitung, die online funktioniert. Du brauchst kein Programm zu installieren, es reicht ein halbwegs aktueller Browser wie Safari, Firefox, Chrome usw..
- GoogleDocs ist eine Textverarbeitung, die alles mitbringt, was du zum wissenschaftlichen Arbeiten benötigst. GoogleDocs ist bei Weitem nicht so reich an Features wie Word oder LibreOffice, reicht aber für die Facharbeit mehr als aus
- GoogleDocs ermöglicht es, gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten, sogar gleichzeitig. Ein anonymer Link ist alles, was notwendig ist
- GoogleDocs ist sehr sicher hinsichtlich der Datensicherheit. Es können keine Rechner abstürzen oder Festplatten kaputtgehen. Du kannst jederzeit den aktuellen Stand in unterschiedlichen Dateiformaten herunterladen und z.B. drucken (lassen)
- GoogleDocs besitzt eine Versionierung. Du kannst zu unterschiedlichen Bearbeitungsständen zurückkehren, wenn z.B. einmal versehentlich etwas gelöscht wurde.
- GoogleDocs ermöglich die gemeinsam, zeit- und ortsunabhängige Arbeit an Dokumenten. Daher ist GoogleDocs hervorragend für die Arbeit in Gruppen geeignet.
- GoogleDocs ist ein gutes Beispiel dafür, wie zunehmend in der Studien- und Arbeitswelt gearbeitet wird. Die Zeit der Officeprogramme auf dem eigenen Rechner geht zu Ende
- GoogleDocs ermöglicht mir, zu jeder Zeit eure Facharbeit zu begleiten und zu kommentieren. Das kann etwas „spooky“ sein, ist aber als Hilfe gedacht.
- GoogleDocs besitzt einen guten PDF-Export zur Druckvorbereitung eurer Facharbeit
Was du nicht tun darfst
Ich stelle euch Dokumente zur Verfügung, die ihr anonym nutzen könnt. Ihr benötigt dafür kein Googlekonto. Die meisten von euch werden ein Googlekonto privat besitzen und können auf einfache Weise das Dokument in euren eigenen Account überführen. Dabei würden aber personenbezogene Daten erzeugt.
Unter keinen Umständen dürft ihr persönliche Daten von euch oder anderen Schüler:innen oder Lehrkräften in eure Dokumente schreiben (Namen, Scans von Handschriften …). Auf Geräten, auf denen ihr in eurem Googlekonto eingeloggt seid, können Daten entstehen und eurer Person zugeordnet werden. Das ist relativ unkritisch, solange ihr GoogleDocs allein für die Facharbeit nutzt.
Lehne das Angebot der Installation einer App auf dem iPad oder Androidgerät ab. Die App bringt keinerlei Vorteile - im Gegenteil: Daten werden dir viel eher zuzuordnen
Aufgaben zur Verwendung von GoogleDocs
Material
Aufgaben
Aufgabe 1:
Baut zu zweit diesen Beispielaufsatz in GoogleDocs nach. Es muss ein Inhaltsverzeichnis vorhanden sein. Es geht dabei nicht um Vollständigkeit, sondern darum, dass alle Elemente (Kopf- und Fußzeile, Inhaltsverzeichnis, Überschriften, Fußnoten usw.) vorkommen. Beginnt daher mit den Kopf- und Fußzeilen, Überschriften usw. und fügt danach erst Text und Fußnoten hinzu. Nutzt dazu die vorbereiteten anonymen Dokumente. Ihr könnt in diesem Dokument nachlesen, wie das funktioniert.
Vorbereitete Dokumente
Aufgabe 2:
Informiert euch hier über das Bibliografieren. Erledigt diese Aufgabe und fügt die Ergebnisse in euer GoogleDocs-Dokument ein.
Themenspeicher
- Rechtschreibung: Bilden die Schulbücher am CAG den Stand der aktuellen Forschung ab? Untersuchung: Was glauben die Lehrkräfte der Fachschaft Deutsch?
- Zentrale Abiturprüfungen: Stimmt das Klischee, dass das Abitur immer leichter wird? Untersuchung: Abituraufgaben aus unterschiedlichen Jahren
- Handyverbot: Was ist wissenschaftlich hinsichtlich der Wirksamkeit belegt? Untersuchung: Wie empfinden SuS handyfreie Zeiten am CAG?
- KI und Lernprozess: Gibt es sinnvolle Einsatzszenarien im Hinblick auf das Lernen? Untersuchung: Anonym - wie wird KI am CAG durch SuS genutzt?
- KI und Täuschungsversuche: Praktische Umsetzung und Motivation durch Schüler:innen. Untersuchung: Was und wie wird in Prüfungen umgesetzt?
- KI zur Bewertung von Schüler:innentexten: Chancen und Risiken - Untersuchung: Qualitative Interviews mit Lehrkräften
- Rechtschreibung: Das RESO-Konzept zur Ermittlung der Rechtschreibkompetenz: Untersuchung: Durchführung in einer Klasse
- Rechtschreibung: Die Hamburger Schreibprobe zur Ermittlung der Rechtschreibkompetenz: Untersuchung: Durchführung in einer Klasse
- Rechtschreibung: Die Hamburger Schreibprobe zur Ermittlung der Rechtschreibkompetenz: Untersuchung: Qualitative Befragung von Lehrkräften, die sie durchgeführt haben.
- Diktate: Prüfen Diktate Rechtschreibkompetenz? Untersuchung: Befragung von Schüler:innen
- Artefakte aus der Kaiserzeit: Warum hat eine Schulstunde 90 Minuten? Untersuchung: Welche alternativen Konzepte gibt es und wo stoßen diese an formale Grenzen?
- Offene Jugendarbeit in Cloppenburg: Geschichte der roten Schule, Bedeutung in der Gegenwart - Untersuchung: Qualitative Befragung von Mitarbeitenden
- Bildungswege: Wie kommt man an einen Sekundarschulabschluss I in Deutschland? Welche Herausforderungen und Anbieter gibt es?
- Selbstoptimierung: Was macht Socialmedia mit dem Selbstbild weiblicher Jugendlicher?
- Selbstoptimierung: Was macht Socialmedia mit dem Selbstbild männlicher Jugendlicher?
Anfangsrunde
- An welcher Stelle stehen wir im Arbeitsprozess?
- An welcher Stelle sind wir unsicher und benötigen ggf. Hilfe?
- Welche Ziele haben wir heute?
Abschlussrunde
- Was haben wir heute geschafft?
- Was ist beim Nächstenmal zu tun?
- Wie teilen wir uns die Arbeit auf?
Projektpläne Miniprojekt
- Gruppe 1: Ethische Diskussion
- Gruppe 2: Projektion der Eltern
- Gruppe 3: Klara und die Sonne
- Gruppe 4: OK-Kind vs. KI-Kind
- Gruppe 5: Mommy Issues