nach Rolf Porst1)
Negativbeispiele:
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Du findest im Internet unterschiedliche Techniken zum korrekten Zitieren. Ich stelle dir für deine Facharbeit eine mögliche Strategie vor. Ich wähle diese Strategie, weil sie den Lesefluss am wenigsten stört. Du wirst - falls du studierst - später mit Dozenten und Fachbereichen konfrontiert sein, die andere Maßstäbe an das Zitieren stellen.
Eine einmal gewählte Strategie beibehalten
Wenn du dich für ein Zitierverfahren entschieden hast, musst du dieses in der gesamten Facharbeit beibehalten. Abweichungen von einer einmal gewählten Technik werden dir als Defizit angerechnet.
Bitte beachte dabei, dass Textgeneratoren ihre Zitiertechnik zufällig wählen, du also in den Anweisungen die von dir verwendete Zitiertechnik klar anfordern musst. Textgeneratoren neigen darüberhinaus dazu, Quellen zu erfinden. Gleichzeitig ist es sehr einfach, einen bestehenden Text mit Hilfe von Textgeneratoren zu überprüfen - z.B. auf formale Merkmale oder ob alle Quellen auch Teil der Literaturverzeichnisses sind oder überhaupt existieren.
Am Ende deiner Facharbeit steht ein Literaturverzeichnis. Es enthält sämtliche von dir verwendete Literatur, die du nach dem Nachnamen des jeweiligen Verfassers / der jeweiligen Verfasserin alphabetisch sortierst. Hier einige konkrete Beispiele zu unterschiedliche Arten von Literatur:
Autor (Nachname, Vorname/Vornamenskürzel), Jahr, Titel, Ort: Verlag
Autor (Nachname, Vorname/Vornamenskürzel), Jahr, Titel, Reihe und Bandnummer, Ort: Verlag
Autor (Nachname, Vorname/Vornamenskürzel), Jahr, Beitragstitel, in: Herausgeber (Nachname, Vorname/Vornamenskürzel) (Hrsg.18), Titel des Sammelwerkes, Ort: Verlag, Seiten- oder Spaltenzahl
Autor (Nachname, Vorname/Vornamenskürzel), Jahr, Beitragstitel, in: Zeitschrift und Bandzahl, Seiten- oder Spaltenzahl
Autor (Nachname, Vorname/Vornamenskürzel), Jahr, Stichwort, in: Name des Lexikons, Ort: Verlag, Seiten- oder Spaltenzahl.
Internetquelle: Name der Webseite, Internetpfad [Stand: Zugriffsdatum]
Internetquellen
Internetquelle ist nicht Internetquelle. Wenn du in deiner Facharbeit nur Webseiten zitierst, entspricht das nicht wissenschaftlichen Standards. Es sind aber sehr viele Studien und Primärquellen über das Internet zugänglich - etwa von Bibliotheken oder auf Portalen wie Scihub. Diese zitierst du natürlich nicht mit einem Link, sondern mit den dort vorhandenen bibliographischen Angaben!
Wann immer Konzepte oder Passagen im Wortlaut oder dem Sinn nach anderen Werken und Quellen entnommen wurden, muss dies durch Belege kenntlich gemacht werden. Ziel ist es, dass Gedanken Dritter auch als solche klar ersichtlich und nicht als die eigenen ausgegeben werden.
Es gibt dabei drei Stufen:
Beispiel für eine Paraphrase:
Ein dauerhafter Frieden ist nach Ansicht des anerkannten Militärexperten Guido Fallersleben nicht möglich ohne umfanreiche Gebietsabtretungen auf Seiten der Ukraine 2).
Beispiel für ein direktes Zitat:
Julius Cäsars berühmtestes Zitat „veni, vidi, vici“ 3) zeugt bis heute von seiner imperalistischen Denkweise.
Beispiel für ein angepasstes Zitat:
Aufgrund der „fehlende[n] Ausweisung von Quellen gilt [das Manuskript] als Plagiat.“ 4)
In jedem der Fälle setzt du eine Fußnote. Verwendest du einen Sekundärtext erstmalig, enthält die Fußnote die gleichen bibliographischen Angaben wie im Literaturverzeichnis und zusätzlich die genaue Seitenzahl der Fundstelle.
⇒ Behmel, A. 2005, Erfolgreich im Studium der Geisteswissenschaften, UTB 2660, Tübingen & Basel: A. Francke, S.127
Wenn du die gleiche Quelle erneut verwendest, reicht der Autorenname und die Seitenangabe:
⇒ vgl. Behmel, S.127
„Im traditionellen Zitiersystem werden Fußnoten verwendet, indem Zahlen in den Text eingefügt werden, um auf entsprechende Ausführungen (Anmerkungen, Beispiele, Erklärungen, weiterführende Kommentare, Zitate und vor allem Quellen) am Fuß jeder Seite zu verweisen. Jede Aussage, die für das in einem wissenschaftlichen Text behandelte Thema maßgebliche Informationen trägt, sollte mit einer Fußnote versehen werden, die dem Nachvollzug der Aussage dient. Die Fußnote steht am Ende eines Satzes nach dem schließenden Satzzeichen, wenn sie sich auf den gesamten Satz bezieht. Wird die Aussage in mehreren Sätzen wiedergegeben, dann steht die Fußnote am Ende des letzten Satzes. Fußnoten, die sich auf bestimmte Begriffe oder Ausdrücke beziehen, stehen direkt hinter dem Begriff bzw. direkt hinter dem letzten Wort des Ausdrucks. Auf jede Verwendung der Anführungszeichen („…“) folgt zwangsläufig eine Fußnote, denn in der Regel wird es sich um ein wörtliches Zitat handeln oder um ein erklärungsbedürftiges Wort.“ 5)
Was du nicht tun darfst
Ich stelle euch Dokumente zur Verfügung, die ihr anonym nutzen könnt. Ihr benötigt dafür kein Googlekonto. Die meisten von euch werden ein Googlekonto privat besitzen und können auf einfache Weise das Dokument in euren eigenen Account überführen. Dabei würden aber personenbezogene Daten erzeugt.
Unter keinen Umständen dürft ihr persönliche Daten von euch oder anderen Schüler:innen oder Lehrkräften in eure Dokumente schreiben (Namen, Scans von Handschriften …). Auf Geräten, auf denen ihr in eurem Googlekonto eingeloggt seid, können Daten entstehen und eurer Person zugeordnet werden. Das ist relativ unkritisch, solange ihr GoogleDocs allein für die Facharbeit nutzt.
Lehne das Angebot der Installation einer App auf dem iPad oder Androidgerät ab. Die App bringt keinerlei Vorteile - im Gegenteil: Daten werden dir viel eher zuzuordnen
Aufgabe 1:
Baut zu zweit diesen Beispielaufsatz in GoogleDocs nach. Es muss ein Inhaltsverzeichnis vorhanden sein. Es geht dabei nicht um Vollständigkeit, sondern darum, dass alle Elemente (Kopf- und Fußzeile, Inhaltsverzeichnis, Überschriften, Fußnoten usw.) vorkommen. Beginnt daher mit den Kopf- und Fußzeilen, Überschriften usw. und fügt danach erst Text und Fußnoten hinzu. Nutzt dazu die vorbereiteten anonymen Dokumente. Ihr könnt in diesem Dokument nachlesen, wie das funktioniert.
Aufgabe 2:
Informiert euch hier über das Bibliografieren. Erledigt diese Aufgabe und fügt die Ergebnisse in euer GoogleDocs-Dokument ein.